Moderne Technik ist bei der KViP nicht nur direkt in den Bussen zu finden: Im Fokus des Betrachters stehen bei einem Verkehrsunternehmen wie der KViP sicherlich die Fahrzeuge, die täglich auf der Straße unterwegs sind und Ihren Dienst verrichten. Ohne die Busse geht es nun wirklich nicht!
Aber auch hinter den Kulissen verbergen sich viele komplizierte, technische Eirichtungen, die einerseits das Leben der Mitarbeiter und der Fahrgäste merklich erleichtern, andererseits aber auch in der heutigen Zeit unverzichtbar geworden sind. Einige dieser “technischen Spielereien” sollen hier nun einmal vorgestellt und mit einigen wenigen Worten erklärt werden!

Einige der hier gleich erwähnten Begriffe, wie z.B. RBL, DFI oder auch Elektrant, haben einige unserer Kunden vielleicht schon mal gehört, aber was das eigentlich genau ist......?


EFAD - Elektronischer Fahrscheindrucker (in Verbindung mit einem Bordrechner)

Die KViP nutzt bereits die zweite Generation elektronischer Fahrscheindrucker. Die derzeit genutzten Geräte wurden mit HVV-Erweiterung in den nördlichen Raum eingeführt, um den wachsenden Ansprüchen des HVV-Tarifs und dem Fahrkarten-Layout weiter gerecht zu werden. Die heutigen elektronischen Fahrscheindrucker sind aber nicht mehr nur zum Ausdruck der Fahrscheine da, vielmehr übernimmt dieses Gerät in Verbindung mit einem im Bus integriertenFahrscheindrucker im Bus Bordrechner vielfältige Steuerungsaufgaben:

Die LSA-Beeinflussung, die Ansteuerung des Funkgerätes und auch einfach nur die jeweilige Programmierung der Ziel-Aussenanzeige samt Liniennummer erfolgt über die Kombination aus EFAD und Bordrechner, wie auch die Haltestellen-Innenanzeigen und die automatischen Ansagen. Der EFAD ist somit für den Fahrer eine Art Bedienterminal für den im Hintergrund befindlichen Computer.Bordrechner im Bus


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RBL - Rechnergestütztes Betriebsleitsystem

Bereits seit 2005 nutzt die KViP zusammen mit der VHH-PVG-Unternehmensgruppe das RBL-System: Jeder Bus verfügt über einen GPS-Empfänger (Satelliten-Navigation), der dem Computersystem stets den aktuellen Standort jedes einzelnen Fahrzeugs übermittelt. Auf einem Monitor in der Leitstelle kann der Disponent jederzeit auf einer digitalen Landkarte ablesen, wo sich welches Fahrzeug mit welchem Fahrer befindet.
Da in diesem Computersystem auch sämtliche Fahrplandaten hinterlegt sind, werden auch eventuelle Verspätungen angezeigt, so dass der Disponent rechtzeitig eingreifen kann.
Die Ansteuerung der Funkgeräte und der im Liniennetz befindlichen DFI-Anzeiger erfolgen ebenfalls über das RBL-System.
RBL-Sytem bei der KViP


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Elektranten

Elektrant auf dem Betriebshof der KViPAn jedem Stellplatz auf dem KViP-Betriebshof steht einer dieser sogenannten Elektranten. Jeder abgestellte Bus kann über diese Einrichtung mit einem Druckluftschlauch und einem Kabel verbunden werden.

Die Druckluftverbindung sorgt dafür, dass die Fahrzeuge bei Fahrtbeginn sofort über den nötigen Luftvorrat im Bremssystem verfügen. Unnötiges Laufen des Motors vor Fahrtbeginn wird so vermieden.
Die Kabelverbindung hat gleich mehrere Aufgaben:
Die Batterie des Busses wird geladen, so dass ein erfolgreiches Starten des Fahrzeugs immer gewährleistet ist.

Wagen 219 ist an einem Elektranten angeschlossen.Zusätzlich erhält das Computersystem in der Leitstelle über dieses System die Information, auf welchem Stellplatz sich welcher Bus befindet. Dieses wird grafisch sowohl dem Disponenten, als auch den Fahrern dargestellt, so dass das jeweilige Fahrzeug schnell zu finden ist.

Das System zeigt dem Disponenten auch an, wann das jeweilige Fahrzeug den Betriebshof verlassen muss, bei kalter Witterung wird in Abhängigkeit von der Aussentemperatur die Standheizung einzelner Fahrzeug rechtzeitig vor Dienstbeginn gestartet, so dass die Fahrzeuge abgetaut und im Innenraum für Fahrer und Fahrgäste vorgewärmt sind. Die Leitstelle erhält eine Rückmeldung über die Funktionen dieses Systems von jedem Fahrzeug.


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DFI-Anzeiger

DFI ist eine Abkürzung und steht für “Dynamische Fahrgast Information”. Die KViP hat im Januar 2007 zwei dieser Masten in Betrieb genommen, einen am Uetersener Ostbahnhof, den zweiten Mast am Tornescher Bahnhof.DFI
Im Gegensatz zum herkömmlichen Fahrplanaushang an den Haltestellenmasten ist dieses System in der Lage, tatsächliche Zeiten anzuzeigen.
Sämtliche Busse der KViP verfügen über GPS-Empfänger (Satelliten-Navigation) und senden Ihre aktuelle Position an ein Computersystem in der Leitstelle. Hier werden die Daten dann mit dem hinterlegten Fahrplan verglichen, so dass das System feststellen kann, ob der Bus pünktlich ist.

DFI-Mast am Uetersener OstbahnhofAn dem DFI-Anzeiger wird so automatisch immer die Zeit in Minuten angezeigt, nach der das Fahrzeug eintreffen wird.

Wird eine Abfahrtszeit nicht in Minuten, sondern als Uhrzeit dargestellt, so befindet sich das für die jeweilige Fahrt betreffende Fahrzeug noch nicht im System, weil es z.B. noch auf dem Betriebshof steht. Bei der dargestellten Uhrzeit handelt es sich dann um die Soll-Fahrtzeit laut Fahrplan, da keine aktuellen Ist-Daten vorliegen.

In besonderen Situationen, z.B. bei Sperrungen oder Umleitungen, kann der Leitstellen-Disponent über den DFI-Mast individuelle Meldungen an die wartenden Fahrgäste herausgeben.


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LSA-Beeinflussung

Freie Fahrt in Uetersen für die Busse! LSA ist wieder einmal eine Abkürzung für “Lichtsignalanlagen”, also die klassische Ampel.

Viele Ampelanlagen im Kreis Pinneberg, so auch in Uetersen, verfügen über die nötige Technik, mit Bussen zu kommunizieren.
Der Bus sendet eine Anforderung, die Ampelphasen werden entsprechend der Anforderung beeinflusst, so dass der jeweilige Bus früher oder länger Grün erhält.
Wenn der Bus den Kreuzungsbereich passiert hat, sendet er ein erneutes Signal, um die Ampelanlage wieder in das normale Schaltprogramm zu versetzen.


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StellplatzsystemStellplatzübersicht mit Kontrollanzeigen

Ein Teil dieses Systems wurde bereits in der Rubrik “Elektranten” erläutert. Neben der Vorheizung der Busse und deren Batterieladung erhalten die KViP-Mitarbeiter sowohl in der Leitstelle, als auch in der Werkstatt und im Fahreraufenthaltsraum vielfältige Informationen: Auf welchem Stellplatz befindet sich welches Fahrzeug, welcher Dienstplan am aktuellen Tag ist mit welchem Fahrzeug besetzt, läuft die Heizung, usw..Dienstpläne mit Fahrzeugen und Stellplätzen

 

Da die Dienstpläne in dem Computersystem hinterlegt sind, kann auch genau abgelesen werden, wann das jeweilige Fahrzeug den Betriebshof verlassen muss. Zusätzlich werden die aktuelle Uhrzeit sowie die Außentemperatur angezeigt.
Besonders praktisch ist, dass der Betriebshof grafisch dargestellt wird, so dass man noch nicht einmal wissen muss, wo sich die einzelnen Stellplatznummern befinden.


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